Meine Geschichte

Neben meiner Tätigkeit als Regisseurin habe ich in drei Ländern an großen Theatern die Jugendtheatersparten erfolgreich aufgebaut und geleitet. Dadurch konnte ich sehr unterschiedliche Erfahrungen mit der Arbeit im Team, in der Projektarbeit und auch Erfahrungen als Führungskraft machen.

Selbstverständlich gab es auch Konflikte, die geregelt werden mussten. Konflikte gehören zum Theateralltag. Das Theater ist ein Medium das Inhalte produziert, die sich fast immer mit Konflikten befassen. Aber Theatermenschen sind nicht nur gewohnt sich mit den großen Konflikte der Literatur auseinander zu setzen, sondern sie regeln täglich mehr oder weniger erfolgreich Konflikte auf den Proben und auf der Bühne, die entstehen, weil viele verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Berufen und Interessen an ein und demselben Projekt arbeiten.

Nach 25 Jahren Theatererfahrung habe ich, aufeinander folgend, an zwei Theatern gearbeitet, die in große Krisen gerieten. An beiden Theatern wurden erst die Intendanten bzw. künstlerischen Direktoren gekündigt und in deren Folge eine Reihe SchauspielerInnen und andere Theaterschaffende aus den künstlerischen Leitungsteams. In beiden Fällen gab es viele Leidtragende, die durch die Theaterkrisen in ganz persönliche Konflikte gerieten, die teilweise schwer zu bewältigen waren.

In dieser Zeit wurde mir deutlich, wie essentiell wichtig es mir ist, einen bewussten Umgang mit Konflikten zu finden. Daher habe ich Mediation und Konfliktregelung studiert, eine Coaching Ausbildung gemacht und verschiedene Kurse in Organisationsentwicklung und Führungskräftetrainings absolviert. Das Wissen über die Entwicklung von Konflikten, deren Ursprung und Folgen, die Methoden der Konfliktregelung und meine langjährige Erfahrung mit den verschiedenen Konfliktarten, bilden die Grundlage für meinen Beruf als Beraterin. Ich arbeite heute, zusätzlich zu meinem Ursprungsberuf, unter meinem Rufnamen Ann Raffalt, mit Freude, Interesse und kreativen Methoden als Mediatorin, Coach und Trainerin mit einzelnen Menschen und in Organisationen. Ich bin fest davon überzeugt, dass die meisten Menschen individuelle Fähigkeiten mobilisieren können, um an Konflikten und schwierigen Lebensphasen zu wachsen. 

Ausgehend von der MeToo-Debatte und davon, dass in den letzten Spielzeiten einige Theater im deutschsprachigen Raum aufgrund unterschiedlicher Konflikte in existenzbedrohende Krisen gerieten, habe ich eine wissenschaftliche Arbeit über „Konflikte am Theater“ durchgeführt und in diesem Rahmen etliche Theaterschaffende interviewt. Durch die empirische Studie kristallisierten sich einige Veränderungsmaßnahmen heraus, die zur Implementierung zeitgemäßer Strukturen am Theater eingesetzt werden können. Diese Erkenntnisse sind von großem Wert für die Gestaltung von Veränderungsprozessen, für Coachings und für Schulungen von Führungskräften. 
 
Ich begleite Menschen und Unternehmen auf ihrem individuellen Weg und in Veränderungsprozessen und unterstütze sie mit geeigneten Methoden, um ihre Themen zu analysieren, zu sortieren, neue Lösungen und Handlungsoptionen zu entwickeln und umzusetzen. Dabei ist eine vertrauensvolle, wertschätzende und professionelle Atmosphäre der Grundpfeiler meiner Arbeit. Verschwiegenheit und der vertrauliche Umgang mit Daten sind für mich selbstverständlich. Die bisher von mir betreuten KundInnen sind Kulturunternehmen, KünstlerInnen und Menschen, die im künstlerischen Umfeld arbeiten und Bildungsorganisationen.